Unser Filmprojekt mit der Evangelischen Jugend Bad Münder und dem Jobcenter

 

 

Warum nicht im Sommer junge Menschen einbinden, die eigentlich, wäre da nicht Corona, Freizeiten teamen würden.
Durch die Kooperation mit der Evangelischen Jugend Bad Münder entstanden drei Videos, in denen vier Geflüchtete ihre ganz persönliche Erfolgsgeschichte erzählen. 

 

Hasan Mahmoud war in Syrien Leiter einer großen Siloanlage für Getreide. Dr. Anas Alhalbouni hat als Chirurg in der Notfallambulanz gewirkt. Mysara Aljnidi musste sein Studium in Syrien abbrechen, Yonas Tsegay Hadish stammt aus Eritrea. Mysara und Yonas machen jetzt eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker.

 

Alle vier haben im Landkreis Hameln-Pyrmont ihre neue Heimat gefunden, arbeiten hier und fühlen sich wohl. Unterstützt und gefördert wurden sie vom Jobcenter Hameln-Pyrmont. In einer Kooperation mit der Evangelischen Jugend und der ACKH Flüchtlingshilfe sind drei Videos von diesen vier Personen und ihren Geschichten einer gelungenen Integration entstanden.

 

Die Filmcrew der Evangelischen Jugend steht für Technik, Schnitt und Ton. Begleitet haben das Projekt André Themann und Gabriele Glüsen.

 

Die junge Crew wirkte wie ein Türöffner. Sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für solch ein Projekt zu engagieren fanden alle bemerkenswert. Nico, der 1. Kameramann und grade mal 16 Jahre jung, durfte überall filmen. Sei es in der Qualitätskontrolle bei XOX oder auf der Station der m&i-Fachklinik. Das alles unter den strengen Corona-Hygieneregeln. Ergriffen zeigte sich die Crew von den Geschichten: „Das sind ja heftige Erlebnisse. Wenn man so etwas direkt erzählt bekommt, spürt man richtig, was die Einzelnen durchgemacht haben“, so ein Teamer.

 

Mich hat besonders Dr. Alhalbouni beeindruckt - eine Persönlichkeit mit einer charismatischen Ausstrahlung. Ihm würde ich als Patientin mein volles Vertrauen schenken. Gegenüber dem Jobcenter zeigt er eine große Dankbarkeit. „Frau Gödeke ist für mich ein Engel,“ erzählt er von seiner damaligen Ansprechpartnerin. Kurz vor unserem Drehtermin konnte endlich die Ehefrau von Dr. Alhalbouni aus Syrien einreisen. Über Beirut, einen Tag vor der großen Explosion dort. Zu Besuch war seine Mutter mitgekommen – ein erstes Wiedersehen nach über fünf Jahren. Dagegen verblassen unsere derzeitigen Kontaktbeschränkungen.

Auf jeden Fall ein Projekt, dass auch in den kommenden Jahren mit der Evangelischen Jugend Bad Münder noch weiter umgesetzt werden soll.

 

Die Erfolgsgeschichten

 

Kfz-Mechatroniker: ein Beruf - zwei Erfolge

 

Yonas und Mysara haben im Weserbergland ihre neue Heimat gefunden. Und sie machen das, wofür viele werben: eine Ausbildung im Handwerk.

 

Yonas ist in der letzten Phase seiner Ausbildung. Er steht kurz vor seiner Abschlussprüfung. Dann ist er Kfz-Mechatroniker-Nutzfahrzeuge, eine qualifizierte Fachkraft.  Ein toller Erfolg, der besonders viel Lernen der deutschen Sprache, der Fachbegriffe im Beruf, erfordert hat.

 

Für Mysara beginnt das 2. Jahr seiner Ausbildung. Auch er ist auf dem besten Weg zu einem beruflichen Abschluss als Kfz-Mechatroniker-Personenkraftwagen. Eigentlich der identische Ausbildungsberuf, aber Nutzfahrzeuge sind halt keine Pkws. Auch für ihn bedeutet die Ausbildung viel Lernen. Die Berufsschule erfordert mehr Deutschkenntnisse als ein schlichtes Gespräch. So sind Yonas und Mysara froh, zusätzlich durch ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützt zu werden. Die fördert das Jobcenter Hameln-Pyrmont. Und natürlich sind das Verständnis und die Praxis im jeweiligen Ausbildungsbetrieb eine wichtige Grundlage. Alles zusammen ergibt das eine (berufliche) Erfolgsgeschichte zweier junger Männer. Die ist längst nicht mit der Ausbildung zu Ende. Fachkräfte sind gefragt.

 

 

 

 

 

Vom Getreide zu den Windmühlen in Hameln

 

„Ja, in Syrien habe ich das Getreide durch meine Hände laufen lassen, konnte damit schon erste Qualitäten prüfen,“ erzählt Hasan M. Als Leiter einer großen Getreidesiloanlage hat er dort bis zu seiner Flucht gearbeitet.

 

Einfach war es für ihn nicht, in einem fremden Land neu Fuß zu fassen. Hasan hat es geschafft. Dabei ist er dem Getreide treu geblieben – zumindest im Firmennamen seines Arbeitgebers, der Firma XOX. Die beiden X stehen für zwei Windmühlen, das O für ein Getreidekorn – daraus entstand 1908 der Name.  Seit fast einem Jahr arbeitet Hasan als Qualitätskontrolleur bei XOX. Im Betrieb wird er nicht nur wegen seiner Arbeitsleistung geschätzt. Ein hilfsbereiter Kollege, offen und motiviert, so beschreibt ihn seine vorgesetzte Kollegin. Hasan selbst fühlt sich wohl im Betrieb, seine Arbeit macht ihm Spaß. Eine echte Win-win-Situation für beide Seiten, zustande gekommen und gefördert über das Jobcenter Hameln-Pyrmont.

 

hätzt wird. Die demnächst anstehende Ausbildung zum Facharzt wird gern seitens des Arbeitgebers unterstützt. Wir wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Erfolgsweg.

 

 

Auch Ärzte brauchen Engel

 

Unfallchirurg und Arzt in der Notaufnahme. Das war in Syrien. 2015 kam Anas Alhalbouni nach Deutschland. Er konnte weder deutsch, noch waren seine Abschlüsse anerkannt.  Mit Energie und Fleiß schaffte er in kurzer Zeit ganz viel: verbunden mit intensiven Sprachkursen die Anerkennung und Approbation. „In dieser Zeit war Frau Gödeke vom Jobcenter mein Engel“, erzählt er gern. Sie habe ihn motiviert und aufgebaut, wenn‘s mal nicht so gut lief, wenn Rückschläge kamen.

 

Seit drei Jahren ist Dr. Alhalbouni mittlerweile bei der M&i-Fachklinik Bad Pyrmont. Gern erzählt er seinen Weg dorthin und über seine jetzige Arbeit im Bereich Geriatrie/innere Medizin. Das Leitbild und Konzept der Klinik hat ihn von Anfang an überzeugt. Dabei kommt auch rüber, wie dankbar er gegenüber der Klinik ist, ihm hier eine Chance gegeben zu haben. Man spürt: Dr. Alhalbouni ist Arzt mit ganzem Herzen, zu ihm können Patient*innen schnell Vertrauen aufbauen.

 

Kein Wunder, dass er seitens der Klinikleitung und seinem direkten Vorgesetzten, dem Chefarzt Dr. Kiehne, sehr geschätzt wird. Die demnächst anstehende Ausbildung zum Facharzt wird gern seitens des Arbeitgebers unterstützt. Wir wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Erfolgsweg.

 

Tolle Dinge von Anderen in Hameln

An dieser Stelle werden wir in Zukunft Projekte benennen, die zur Teilnahme einladen und besondere Ziele verfolgen:

Was wir tun:

Die ACKH-Flüchtlingshilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen, sie in unserer Stadt freundlich aufzunehmen und mit einigen Grundregeln unseres Zusammenlebens vertraut zu machen. Dem dienen verschiedene Projekte, die wir ehrenamtlich durchführen.

Begleitung

Ein besonderer Akzent unserer Bemühungen liegt auf der Begleitung einzelner Flüchtlinge oder ihrer Familien. In persönlicher Zuwendung versuchen wir, ihnen beim Einleben in unserer Stadt zu helfen, begleiten sie, wenn nötig, zum Arzt oder zu Ämtern und vermitteln Kontakte zu unseren Angeboten, zu Kirchengemeinden und Sportvereinen.

Besondere Veranstaltungen und Treffpunkte

Regelmäßig laden wir zu internationalen Treffen und Austauschprojekten ein. Genaueres findet man unter dem Reiter AUS UNSERER ARBEIT auf unserer Seite.

Vermittlung in Kirchengemeinden und Sportvereine

In unserem Büro gibt es zahlreiche Informationen zum Einstieg in Hamelner Sportvereine und über Möglichkeiten und Aktionen der städtischen Kirchengemeinden.

Individuelle Beihilfe in besonderen Notlagen

Flüchtlinge erhalten von den Kommunen über das Asylbewerberleistungsgesetz die finanzielle Hilfe zum Leben. Immer wieder aber entstehen auch besondere Notlagen, in denen diese Hilfe nicht greifen kann. Da versuchen wir zu helfen, soweit unsere Möglichkeiten es erlauben.